Stoneman-Gold für DSV-Biathleten - Viessmann-Sports
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4. Juli 2017 Viessmann Sport

Stoneman-Gold für DSV-Biathleten

So hatte sich Cheftrainer Mark Kirchner das sicher nicht vorgestellt: Klar, im Trainingslager in Toblach sollte in einigen Einheiten der Schwerpunkt aufs Radfahren gelegt werden. Dass jedoch sieben seiner Schützlinge und Kirchner selbst auf Initiative von Erik Lesser plötzlich das Starterpaket zum Stoneman Road in den Händen halten würden, damit hatte er wohl kaum gerechnet.

Der Wettbewerb ist eine Rundfahrt für Rennradfahrer durch die Dolomiten. 193 Kilometer und 4700 Höhenmeter gilt es zu absolvieren. Bis zu drei Tage haben die Athleten Zeit, den Parcours zu bewältigen und an insgesamt fünf Kontrollpunkten Beweis-Stempel zu sammeln. Der Weg führt die Teilnehmer dabei über sieben Dolomiten-Pässe. Echte Knochenarbeit also. So konnte sich Erik Lesser besonders beim harten Anstieg zu den Drei Zinnen den bösen Blicken seiner Teamkollegen sicher sein und wurde zur Zielscheibe einiger nicht ganz ernst gemeinter Beschimpfungen.

Doch spätestens als die Biathleten-Fahrgemeinschaft nach acht Stunden ihr Ziel erreicht hatte und im Pool endlich ausspannen konnten, wichen die Strapazen dem Gefühl etwas Außergewöhnliches geleistet und gleichzeitig weiter an der Grundlage für die kommende Saison gearbeitet zu haben. Kirchner jedenfalls zog ein positives Fazit zum allgemeinen Trainingsstand seiner Jungs: „Alle sind gesund und hoch motiviert. Sie hängen sich ordentlich rein. Jeder Athlet weiß, dass wir vor einem olympischen Jahr stehen.“

Erik Lesser, Roman Rees, Benedikt Doll, Arnd Peiffer, Johannes Kühn, David Zobel, Simon Schempp und Mark Kirchner sind seit dem „Höllenritt“ durch die Dolomiten in der Goldkategorie der Stoneman-Finisher-Liste verewigt – hoffentlich ein gutes Omen für die Olympischen Spiele 2018.