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6. Februar 2017 Viessmann Sport

Laura Dahlmeier: In großen Fußstapfen von Erfolg zu Erfolg

Als Ausnahme-Athletin Magdalena Neuner 2012 ihre großartige Karriere im Alter von nur 25 Jahren beendete, beschworen einige Beobachter schon das Ende des deutschen „Fräulein-Wunders“ im Biathlon. Doch weit gefehlt: Schon einen Winter später schickte sich mit Laura Dahlmeier eine junge Partenkirchenerin an, Neuners scheinbar übermächtiges Erbe anzutreten.

Ihr großes Potential deutete Dahlmeier bereits bei ihrem Debüt bei den Damen an, als sie die deutsche Staffel bei der WM 2013 in Nove Mesto (CZE) nach zwei fehlerfreien Schießeinlagen zwischenzeitlich in Führung brachte. Beim folgenden Weltcup in Oslo (NOR) dann der nächste Meilenstein: Als überragende Schlussläuferin der deutschen Staffel feierte die erneut fehlerfrei schießende Dahlmeier mit ihren Teamkolleginnen ihren ersten Weltcupsieg. Zu diesem Zeitpunkt war Dahlmeier gerade einmal 19 Jahre alt, genau so alt wie Neuner bei ihrem Premierenerfolg im Weltcup, dem Sieg im Sprint von Oberhof 2007.
Mit ihrem ersten Triumph in einem Einzelrennen ließ sich Dahlmeier zwar noch beinahe zwei Jahre Zeit, doch seitdem eilt die zielstrebige Bayerin von Erfolg zu Erfolg: Bereits 19 Weltcupsiege (Einzelwettbewerbe und Staffel) stehen mittlerweile in ihrer Vita, dazu zwei WM-Titel in Staffel und Verfolgung sowie fünf weitere WM-Medaillen. Auch wenn ihr zu Rekord-Weltmeisterin Magdalena Neuner (zwölf Titel, dazu zwei Olympia- und drei Gesamtweltcupsiege) noch einige Goldmedaillen und Kristallkugeln fehlen, so hat sie ihre Landsfrau sogar bereits in einigen Statistiken überflügelt.

Besser als das Vorbild
So schießt die nervenstarke Dahlmeier seit ihrem Debüt im Weltcup mit einer beeindruckenden Trefferquote von über 90 Prozent, einem Wert, von der die oft mit ihrem Stehendanschlag kämpfende Neuner nur träumen konnte (Karrierewert: 77 Prozent). Fast folgerichtig hat Dahlmeier Neuner auch bereits bei den Weltcup-Siegen im schießlastigen Einzel überholt: Nach ihrem Erfolg Mitte Januar in Antholz führt sie hier nun mit zwei zu eins Siegen. Und bei der anstehenden Weltmeisterschaft in Hochfilzen hat sie ab dieser Woche Gelegenheit, die Lücke zu Neuner auch in Sachen WM-Titel weiter zu schließen.

Ein ähnlicher Coup wie bei den Welttitelkämpfen in Oslo im letzten Jahr, als sie in allen Einzelwettbewerben eine Medaille gewann, ist ihr bei ihrer aktuellen Form und als derzeit Führende des Gesamt-Weltcups jedenfalls durchaus zuzutrauen. Auch der zunehmende Druck der Öffentlichkeit scheint Dahlmeier, die Vergleiche mit Neuner mehr als Ehre denn als Bürde empfindet und sie als sportliches Vorbild benennt, nicht zu belasten. Glänzende Perspektiven also für die mittlerweile 23-Jährige – bleibt zu hoffen, dass sie sich, zumindest was das Karriereende betrifft, nicht zu sehr an Neuners Vorbild orientiert und den deutschen Biathlonfans noch lange erhalten bleibt.

Foto: NordicFocus.com